Ein Tag in Bangkok Dienstag, Okt 30 2007 

Heute morgen machten wir uns auf, um das kulturelle Zentrum Bangkoks zu erkunden. Der Besuch des Koenigspalastes und des Koenigstempels Wat Phra Keo wurde uns dadurch erschwert, dass wir immer wieder von freundlichen Thais angesprochen wurden, die beteuerten, dass die Anlage heute aufgrund eines budhistischen Feiertages fuer Farangs (Auslaender mit weisser Hautfarbe) geschlossen waere. Obwohl der Reisefuehrer uns vor diesen Schleppern gewarnt hatte, die nichts anderes wollen als einem ueberteuerte „Alternativen“ zu verkaufen, kamen leichte Zweifel in uns auf. Wir setzten unseren Weg aber fort, und die riesigen Schlangen vor der Kasse signalisierten uns dann schon von Weitem, dass der Besichtigung hingegen aller Beteuerungen nichts im Weg stand. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt. In den Gebaeuden direkt hinter der Kasse ist die Koenigliche Muenzsammlung untergebracht. Gleich dahinter liegt Wat Phra Keo. Durch die Eingangstore, die von riesigen Daemonen bewacht werden gelangten wir in den Tempelbezirk. Dieser ist von einem ueberdachten Wandelgang umgeben, der mit sehr schoenen Wandmalereien geschmueckt ist, die Szenen aus dem thailaendischen Ramayana-Epos darstellen. Anschliessend besichtigten wir den Koenigpalast. Nico haette dabei fast die koenigliche Wache bei der Wachabloesung ueber den Haufen gerannt… Wegen der grossen Hitze fuhren wir dann relativ schnell zu Siam Center in dessen obersten Etage eine riesige Zahl an Restaurants um Kundschaft buhlen. Wir entschieden uns wieder fuer das selbe koreanische Restaurant, in dem wir schon vor unserer Abreise nach Phuket gegessen haben. Wir koennen ein koreanisches Barbecue wirklich nur jedem empfehlen. Danach ging es satt und zufrieden zurueck in unser Guesthouse. Wir wohnen in der Naehe der Khaosan Road, die durch den Film The Beach weltberuehmt wurde. Zu Beginn des Filmes streift Richard alias Leonardo di Caprio durch die Khaosan Road. Allerdings ist das Guesthouse aus dem Film hier nicht zu finden, da es sich um das On On Hotel in Phuket Town handelt. Trotzdem lassen sich die voll gepackten Strassenstaende, Zoepfchenflechter, Strassencafes und die Traveller aus aller Welt leicht wieder erkennen. Gegen 17 Uhr wird die Khaosan Road fuer den Durchgangsverkehr gesperrt und zur Flaniermeile. Morgen wollen wir einen Tagesausflug nach Ayutthaya, der alten Koenigstadt machen.

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Lang lebe Koenig Bhumibol! Montag, Okt 29 2007 

Leider sieht es nicht danach aus, dass Thailands unheimlich beliebter Koenig tatsaechlich noch lange lebt. In Bangkok traegt dieser Tage beinahe jeder Thailaender (und auch schon mancher Tourist) ein gelbes Polohemd als Zeichen der Solidaritaet mit dem kranken und mittlerweile ins Krankenhaus eingelieferten Monarchen.

Mittlerweile sind Hannah und ich schon zum zweiten Mal inerhalb von 10 Tagen in Bangkok. Eigentlich hatten wir vor, zwei oder drei Wochen in Thailands Sueden zu verbringen. Beginnen wollten wir unseren „Strandurlaub“ in Phuket und von dort auf die Inseln Ko Phi Phi und Ko Lanta  weiterfahren. Dummerweise hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Waehrend unseres Aufenthalts in Phuket hat es fast ununterbrochen geregnet. Nachdem die Aussichten fuer die kommenden Tage auch nicht besser sind, haben wir uns entschieden wieder zurueck ins sonnige Bangkok zu tuckern und den geplanten Badeurlaub Anfang Dezember in Vietnam nachzuholen. Phuket war nicht nur wettertechnisch ein Reinfall. In Porno-Phuket und seinen Badestraenden geht es vogelwild zu. Dort wimmelt es von einsamen Maennern, die ausschliesslich nach Thailand kommen, um sich mit Thailaenderinnen zu amuesieren. Natuerlich gegen Bares oder ein Handy oder aehnliches. Naja. Phuket hat ja diesen Ruf und wir haetten es eigentlich besser wissen muessen… Jedem das seine aber die Berichte Thailands deutschsprachigen Zeitungen wie TIP und dessen Ratgeber zum Umgang mit Prostituierten sind schon etwas seltsam.  

Jedenfalls sind wir heute morgen wieder in Bangkok angekommen und waren erst einmal bei dem hiesigen evangelischen Auslandspfarrer, der fuer die Laender Thailand, Myanmar, Laos und Kambodscha zustaendig ist, zum Fruehstueck eingeladen. Das sehr nette Pfarrerehepaar hat uns mit Schwarzbrot aus einer deutschen Baeckerei, Schinken und Kaese bewirtet. So gestaerkt, werden wir uns in den kommenden Tagen Bangkoks Sehenwuerdigkeiten anschauen und Tagesausfluege nach Kanchanaburi (Die Bruecke am River Kwai) und Ayutthaya (Thailands historische Hauptstadt) unternehmen.