Gruesse aus Hong Kong Freitag, Jul 4 2008 

Wir konnten die letzten Wochen leider keine neuen Beitraege verfassen, da die Internetzensur in China alle Seiten der Bloganbieter sperrt und so waren auch wir von der Internetzensur betroffen.

Nachtrag der letzten Tage:

Von Hanoi aus fuhren wir mit Bus und Nachtzug wieder nach Kunming und soll noch einer sagen, aus Schaden wuerde man klug werden. Wir stiegen wieder im selben Hostel ab, obwohl wir schon beim letzten mal so geflucht hatten, da das Hostel direkt ueber einem Nachtclub liegt und schlafen vor drei Uhr Nachts absolut nicht moeglich ist.  Soi blieben wir auch nur 1 Nacht und fuhren schnell weiter nach Dali. Daliliegt in der Suedchinesischen Provinz Yunnan Yunnan ist die Provinz, die die deutlichste nationalen und kulturellen Unterschiede China’s repräsentiert. In Yunnan leben 25 der 56 Nationalitäten China’s. Von den über 42 Millionen Einwohnern sind 38% aus nationalen Minderheiten, mehr als in jeder anderen Provinz. 24 Nationen mit mehr als 8000 Menschen wie zum Beispiel die Yi, Bai, Hani, Zhuang, Dai, Miao, und Lisu leben in Yunnan. Ds Dali ganz anders ist als der REst China’s wird allein an der Tatsache deutlich, dass wir mehrmals offena auf der Strasse angesprochen wurden, ob wir Haschisch kaufen wollen. Auch haben wir von einigen anderen Reisenden munkeln hoeren, dass wohl aehnlich wie in den Niederlanden es „Restaurants bzw. Kneipen“ gibt, in denen ganz offen Haschisch verkauft wird und auch konsumiert werden kann. Wir blieben ganze 4 Tage in Dali um dann anschliessend nach Lijiang weiterzureisen. Lijiang gehoert zum Unesco Weltkulturerbe und ist ein wunderschoenes STaedtchen auf circa 2600 Meter Hoehe. Die Altstadt von Lijiang, ist von engen Kopfsteinpflastergassen und einem Netz an Kanälen durchzogen.

Viele der alten Steinbrücken sind jahrhundertealt und haben einige Kriege wie Erdbeben überstanden.

Dayan ist das Zentrum der Naxi-Minderheit, welche von tibetischen Nomaden abstammt, die seit dem zehnten Jahrhundert in dieser Gegend siedeln. Sie haben die Dongba-Kultur hervorgebracht. Da die Naxi Fremden gegenüber sehr offen sind, kann man die Dongba-Kultur, die Bauweise, Schrift und Glauben in Lijiang am besten kennenlernen. Es gibt mehrere Orchester für traditionelle Naxi-Musik und lebendige Folklore in den umliegenden Dörfern.

Die Häuser der Naxi sind in der Regel um einen Innenhof gebaut und üppig mit mythologischen Figuren und Fischen verziert. Die Häuser sind für die Naxi von großer Wichtigkeit und für deren Erhaltung wird auch viel Geld ausgegeben. Wir haben in einem dieser traditionellen Haeusern gewohnt und nicht zuletzt dank einer Heizdecke in unserem Bett und des all abendlichen Spanferkel-Essens haben wir uns in Lijiang sehr wohl gefuehlt.

Die letzten Tage vor unsere Weiterreise nach Hong Kong verbrachten wir in Yangshuo in einem super Hostel, indem die Uebernachtung inklusive Vollpension pro Person nur 7 Euro im Doppelzimmer kostete. Leider war es wie so oft im Leben, dass man einfach nicht alles haben kann und so wurde der Aufenhalt im Yangshuo Culuture House dadurch getruebt, dass die Ac unser Zimmer nur mit Muehe auf plus 10 Grad erheizen konnte. Das abendliche Essen war definitiv der Hoehepunkt und wir lernten so einige nette und sehr interessante Menschen kennen.

Am 23.12. war es dann endlich so weit, wir machten uns voller Vordreude auf den Weg nach Hong Kong. Die Grenze von Shenzhen nach Hong Kong war zwar chaotisch aber absolut problemlos. NAchdem wir im Hotel eingecheckt hatten, trafen wir uns um 19 Uhr mit Uli zum Abendessen. Leider hatten wir bei der Wahl des Restautrants kein so ein glueckliches Haendchen. Heute morgen haben wir dann Julian vom Flughafen abgeholt. Alles klappte problemlos und wir

Kunming Dienstag, Okt 9 2007 

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Heimspiel Dienstag, Okt 9 2007 

Rund 30 Stunden, nachdem wir Wladiwostok verlassen hatten kamen wir in Peking an. Unsere Unterkunft, das Templeside Hostel liegt in einem chinesischen Hutong, in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Tempeln (die wir allerdings nicht besichtigt haben). Das Hostel ist sehr empfehlenswert fuer alle, die vorhaben nach Peking zu reisen. Das kleine Hostel, gefuehrt von einer unheimlich netten und hilfsbereiten Familie, liegt inmitten der Stadt in einem urchinesischen Viertel mit labyrinthaehnlicher Gassenstruktur. Die Zimmer sind gross und muenden in einen kleinen mit Pflanzen bewachsenen Innenhof.

Unser erster Ausflug in Peking fuehrte uns in die Internationale SOS Klinik. Da wir beide auf der Insel Olchon in Kontakt mit aufdringlichen Hunden kamen, haben wir uns entschlossen einen Arzt zu konsultieren. Obwohl wir bereits gegen Tollwut geimpft sind, riet uns die deutsche Aerztin, die Impfung aufzufrischen. Gesagt getan.  

Da wir beide schon in Peking waren, mussten wir die die vier Tage bis zur Weiterreise nach Kunming nicht mit Sightseeing verbringen, sondern konnten es eher ruhig angehen. Mit unsere Ankunft begann eine Feiertagswoche in ganz China, wodurch halb China auf den Beinen war. Aehnlich wie die Chinesen verbrachten wir die meiste Zeit mit Essen und bummeln. Ein chinesischer Radiosender hat sich entschieden ein Heintje-Special in sein Feiertagsprgramm aufzunehmen. So konnten wir bei unseren Taxisfahrten bekannten Heimatklaengen lauschen. Einer der Taxisfahrer war sogar bekennender Heintje-Fan und nannte staendig in voller Begeisterung seinen Namen.

… nach China Donnerstag, Okt 4 2007 

Nachdem wir unsere letzte Nacht in Russland abenteuerlich in der lutheranischen Kiche von Wladiwostock (mit Horrorgeschichten des deutschen Pfarrers und Kanonensalven) verbracht haben ging es am naechsten Morgen los in Richtung China (Harbin). Offensichtlich kommen nicht viele Reisende auf die Idee, auf dem Landweg von Wladiwostok nach China zu reisen. Nun wissen wir auch wieso.  Obwohl letztendlich alles nach unseren Wuenschen verlief, war es absolut nicht einfach, Tickets zu organisieren. Dank einer ueberaus hilfreichen Einheimischen ist es uns dann doch noch gelungen im russischen Wirrwar Tickets nach Harbin zu ergattern.  

Die Busfahrt zur russisch – chinesischen Grenze glich einer Kaffeefahrt. Ausser uns bestand die Reisegesellschaft ausschliesslich aus kleinen Grueppchen, der jeweils eine Anfuehrerin zugeteilt war. Diese Russen - im Folgenden als Importrussen bezeichnet - haben lediglich die Funktion, 30 kg schwere Taschen von chinesischer Seite zurueck nach Russland durch den Zoll zu bringen. Dementsprechend wenig Gepaeck haben sie bei der Einreise nach China bei sich. Als Gegenleistung fuer ihre Muehen werden die Importrussen mit einen Kurzurlaub mit freier Kost und Logis in einem chinesischen Hotel in der nahe gelegenen Grenzstadt entlohnt. Was sich in den Taschen befindet wollten wir lieber nicht so genau wissen. Die Busse, die uns an der Grenze entgegen kamen waren komlett mit diesen ominoesen Taschen vollgepackt. Scheint ein eintraeglcihes Geschaeft zu sein..

Ebenso ungeoehnlich wie fuer uns die Importrussen, waren fuer die russischen Grenzer wohl die beiden einsamen Reisenden aus Europa, die tatsaechlich nach China wollten und schon bei der Einreise 30kg schwere Taschen mit sich schleppen. Ich glaube dadurch dass wir (gefuehlt) die ersten Deutschen waren, die diese Grenze passiert haben, wurden uns einige mehr oder weniger absichtlichen Vergehen gegen die peniblen russischen Registrierungsbestimmungen nachgesehen. Dafuer mussten wir uns einer unheimlich intensiven Passkontrolle unterziehen. Letzendlich wurden wir aber als unschuldig eingestuft und durften zurueck zu unserem Bus mit den geduldig wartenden Importrussen.

Nachdem nun alle Russen in der Grenzstadt den Bus verlassen hatten und nur noch wir beide und unsere zwei sehr netten chinesischen Busfahrer uebrig geblieben waren, raetselten wir ob der Bus tatsaechlich noch bis ins 500 km entfernte Harbin weiterfaehrt. Zu unserer Erleichterung stiegen dann aber einige Chinesen ein, die das gleiche Ziel hatten wie wir. Nach einer insgesamt 13 stuendigen Busfahrt kamen wir dann hungrig aber gluecklich in Harbin an. Am Bahnhof angekommen,  konnten wir zwei Tickets fuer den noch am selben Abend fahrenden Nachtzug nach Peking erstehen. Die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges verbrachten wir damit uns allerlei chinesische Koestlichkeiten einzuverleiben. 

// Leider haben wir uns nicht getraut, die zahlreichen russischen Panzer und die ueberdimesionierten Radaranlagen in Grenznaehe zu fotografieren. Sieht aber aehnlich aus wie in den James Bond Filmen.