Die Einreise von China nach Laos an dem Grenzuebergang Mengla-Boten verlief voellig unproblematisch. Fuer 30 US Dollar bekommt man hier an Ort und Stelle ein 30-taegiges Visum ausgestellt. In dem ersten Dorf in Laos ist es uns gelungen, einen Bus direkt nach Luang Prabang zu bekommen. Zusammen mit einer franzoesischen Familie (Ehepaar mit zwei Kindern im Alter von 3 und 7 Jahren, die mit dem Rucksack 10 Monate durch Indien, Suedostasien und Ostafrika reisen) und einem franzoesischen Paerchen bestiegen wir nach zaehen Verhandlungen zum zweiten mal innerhalb kuerzester Zeit einen dieser daemlichen chinesischen Schlafbusse.
Nach 8 Stunden Fahrt kamen wir kurz nach Einbruch der Dunkeheit erschoepft in Luang Prabang an. Die Anstrengungen waren dann aber sofort vergessen, als wir die unzaeligen franzoseischen Restaurants, Baeckereien und Cafes sichteten. Unsere ersten Tage in Luang Prabang verbrachten wir damit, diese unbeschreiblich schoene Stadt (ca. 30.000 Einwohner) zu erkunden und die Resturants zu bewerten. Luang Prabang liegt am Ufer des Mekong und ist umgeben von dichtem Urwald. Die Stadt besteht zu einem Grossteil aus malerischen Tempel und es wimmelt nur so von Moenchen. Luang Prabang ist ein idealer Ausgangspunkt fuer Touren ins Umland. Wir hatten uns dazu entschieden einen 2-taegigen Elefantentrip bei einem Anbieter fuer sozial und oekologisch vertraegliche Touren zu buchen.
Konkret fuehrte uns die Tour in ein Elefantencamp mittem im Dschungel. Neben den vier Elefantendamen, freigekauft aus nicht tiergerechter Haltung, gibt es dort einen maennlichen Babyelefanten der aus familienpolitschen Gesichtspunkten angeschafft wurde. Fuer die folgenden zwei Tage wurde uns ein sehr netter Laote in unseren Alter zugeteilt, der uns bei den folgenden Aktivitaeten begleiten sollte. Der erste Tag begann mit einem Elefantenritt durch den Dschungel. Zuerst auf einem Holzbaenkchen gemeinsam mit dem Mahout (so eine Art „Elefantenherrchen“). Nach diesem ersten Elefantenkontakt sind wir mit einem kleinen Holzboot zu den Tad Sae Wasserfaellen gefahren. Dort angekommen haben wir uns Seite an Seite mit lustigen Moenchen in die Fluten des Wasserfalls gestuerzt. Am Nachmittag sind wir auf den Elefanten - nun ohne Sattel und ganz vorne Auf dem Nacken – wieder in den Dschungel geritten. Diesmal um Sie dort zu ihren Futterplatzen fuer die Nacht zu bringen. Es ist schon ein komisches Gefuehl, ohne Netz und doppeltem Boden auf diesen riesigen Tieren zu reiten… Ein Glueck sass hinter uns noch der Mahout der schlimmeres haette verhindern koennen. Die Nacht verbrachten wir in einem sehr schoenen Bungalow nahe des Elefantencamps. Die Sichtung eines Skorpions vor unserem Bungalow und die einstuendige Jagd nach einer riesigen, gefaehrlich aussehenden Spinne in unserem Schlafzimmer liessen uns wenig Schlaf. So ist das nun mal, wenn Greenhorns in den Dschungel wollen. Am naechsten morgen sind wir mit den Elefanten wieder ohne Sattel zum Fluss geritten, um sie dort zu waschen. Dankbar fuer diese tolle Erfahrung haben wir an die Elefanten noch ein paar Bananenstauden verfuettert. Wohlwissend dass diese paar Kilo Bananen, bezogen auf ihre Tagesration von ca. 150 kg Pflanzen und 200l Wasser, nur ein Tropfen auf dem heissen Stein sind. Kroenender Abschluss der Tour bildete eine vierstuendige Kajakfahrt auf dem Nam Khan zurueck nach Luang Prabang. Dank der eben erst zu Ende gehenden Regenzeit gab es an einigen Stellen noch Stromschnellen, welche zusaetzlich Pfeffer in die ohnehin schon schoene Fahrt brachten.
Zurueck in Luang Prabang bekam Hannah in der Nacht Magenkrampfe, Durchfall und hohes Fieber. Da wir uns nicht sicher waren, ob es sich um eine Lebensmittelvergiftung oder das Dengue Fieber handelte, beschlossen wir das beste und neueste Krankenhaus in Luang Prabang aufzusuchen. Puh. Die Aerzte dort waren ja sehr nett, aber das Krankenhaus sah uebel aus. Total verdreckt. Die laotische Aerztin hat im Zuge des wohl in Laos ueblichen Dengue Fieber Tests Hannahs Arm abgebunden, bis dieser komplett blau war und Hannah das Hoeren und Sehen verging. Daraufin haben wir dann die Klinik fluchtartig verlassen und uns entschieden, zwecks medizinsicher Versorgung moeglichst schnell nach Vientiane, die Hauptstadt von Laos zu fahren. Dort angekommen (Hannah ging es etwas besser) konnte uns die deutsche Botschaft einen sehr guten belgischen Arzt empfehlen. Dieser fuehrte Bluttests auf Dengue Fieber und Malaria durch, die gluecklicherweise beide negativ waren.
Hannah hat ihre Lebensmittelvergiftung mittlerweile gut ueberstanden und in drei Stunden brechen wir mit dem Bus nach Bangkok auf. Die VIP Busse fahren die Strecke Vientiane – Bangkok in 12 Stunden (Ankunft 6 Uhr morgens) fuer ca 15 Euro.
… Bilder folgen
Oktober 17, 2007 um 5:15 |
Servus ihr zwei Weltenbummler!
Hoert sich ja irre an – manoman! Hoffe Hannah geht es mittlerweile wieder gut.
Habe in der zwischenzeit auch mehrere Expeditionen unternommen und mich zum hiesigen Paulaner Biergarten durchgekaempft! Ahhh so eine Schweinshaxe und eine Hefe ist doch was tolles!
Ansonsten nix neues aus Kapstadt!
Liebe Gruesse und passt auf euch auf!
chrisi
Oktober 19, 2007 um 9:54 |
jaja, is klar!
Da machen Hanna & Nico die absolut geile Weltreise und der Herr Beuchel vergleicht Hefevernichten mit Vodkaabstürzen und Schweinshaxe mit Bortsch…
Pass du beim shark diving lieber auf dein Schnepperle auf!!! *lool*
Und euch noch viel Spass und alles Gute!
Peter
Oktober 28, 2007 um 8:07 |
Hallo Ihr Beiden,
und wieder ist ein Sonntagvormittag- diesmal der Tag der Zeitumstellung, da wacht man in meinem Alter etwas früher auf und so kann ich in Ruhe Eure tollen Berichte und Bilder lesen bzw. genießen. Mit viele anderen bin ich froh, dass es dir, liebe Hannah, wieder gut geht und du die Eindrück der Reise weiter in „vollen Zügen“ erfahren kannst.
Euch weiter alles Gute wünscht aus Nellingen
Mann
PS: so komme ich nun auf diesem Wege zu einem aktuellen Bild meines Patenkindes!!!!!!!!